1. Dialog Freizeitschifffahrt

Wie steht es eigentlich um die Wasserstraßeninfrastruktur in Deutschland?

 

Das war eine der zentralen Fragen, die im Rahmen des 1. Dialog Freizeitschifffahrt am 01.10. in Magdeburg bei der GDWS erörtert wurden.

GDWS lädt zum 1. Dialog Freizeitschifffahrt

Wie steht es eigentlich um die Wasserstraßeninfrastruktur in Deutschland?

Das war eine der zentralen Fragen, die im Rahmen des 1. Dialog Freizeitschifffahrt am 01.10. in Magdeburg bei der GDWS erörtert wurden.

"Als Mitinitiator der Veranstaltung lag es uns einerseits am Herzen, unseren Mitgliedern, insbesondere in der Schwerpunktregion Nord-Ost, die Möglichkeit zu geben, über die aktuellen Herausforderungen zu berichten. Andererseits wollten auch wir gerne wissen, welche Maßnahmen konkret in Planung sind und wie der Umsetzungsstand in Bezug auf der Masterplan Freizeitschifffahrt ist", so Ben Hoffmann, Referent Region Ost beim Verband Maritime Wirtschaft Deutschland.

Im Fokus stehen geplante Infrastrukturmaßnahmen, Betriebseinschränkungen sowie der Umsetzungsstand des Masterplans Freizeitschifffahrt. Der Dialog Freizeitschifffahrt reagiert auf den vielfach geäußerten Wunsch nach mehr Transparenz und Beteiligung. 

So wurden unter anderem Details aus dem sogenannten Aktionsplan Ost, entwickelt durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV), Abteilung Wasserstraßen und Schifffahrt, vorgestellt, die elementar wichtig für die maritime Wirtschaft vor Ort sind. Doch was ist das genau?

Der Aktionsplan Ost umfasst in seiner Betrachtung rund 1.905 km Wasserstraßen mit 213 Bauwerken – und damit knapp ein Viertel des gesamten deutschen Wasserstraßennetzes.
Gerade für die Freizeitschifffahrt und den Wassertourismus ist diese Infrastruktur von zentraler Bedeutung. Doch die Analyse der letzten Jahre zeigt:
Über 40 % der Schleusen sind älter als 100 Jahre – ihre Nutzungsdauer ist überschritten.
Rund 20 % der Anlagen (26 Schleusen und 16 Wehre) haben akuten Handlungsbedarf.

Die Ziele des Aktionsplan Ost sind klar:
✅ Durchgängige Nutzbarkeit für die Freizeitschifffahrt
✅ Bedarfsgerechte Erreichbarkeit touristischer Regionen
✅ Starke Anbindung an das Gesamtnetz
✅ Zuverlässige Informationen und transparente Kommunikation bei Baumaßnahmen

Der Aktionsplan Ost setzt damit entscheidende Impulse, um Wasserstraßen als Lebensadern für Freizeit, Tourismus und regionale Entwicklung fit für die Zukunft zu machen.

"Mit den vorgestellten Ergebnissen befinden wir uns auf einem guten Kurs, wenngleich die Umsetzung der Maßnahmen nur sukzessive erfolgen kann. Absolut wertvoll ist es allerdings, auch auf dieser Arbeitsebene endlich mal in den direkten Austausch zu kommen und Transparenz, auch für unsere Mitglieder herzustellen", so Karsten Stahlhut, Geschäftsführer Verband Maritime Wirtschaft Deutschland.

Hintergrund:
Gemeinsam u.a. mit ADAC, DTV, VSM und vielen weiteren Stakeholdern setzt dich der VMWD seit Jahren auf politischer Ebene für die Ertüchtigung der Wasserstraßeninfrastruktur ein.