Die Zukunft der Weltmeere im Fokus

Das Thema „Schutz des einzigartigen Lebensraumes der Weltmeere“ hatte auf der boot 2017 einen hohen Stellenwert. Als bedeutendste Wassersportmesse der Welt bot sie eine Plattform für die monegassische Fürst Albert II Stiftung und die Deutsche Meeresstiftung, mit denen sie gemeinsam den Ocean Tribute Award ausgelobt hat.

 

Das Thema „Schutz des einzigartigen Lebensraumes der Weltmeere“ hatte auf der boot 2017 einen hohen Stellenwert. Als bedeutendste Wassersportmesse der Welt bot sie eine Plattform für die monegassische Fürst Albert II Stiftung und die Deutsche Meeresstiftung, mit denen sie gemeinsam den Ocean Tribute Award ausgelobt hat.

Gesunde Meere und Ozeane sind die Grundlage für alles Leben auf unserer Erde und damit auch für den Wassersportler. Wir wollen auf der boot Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenführen, so dass diese gemeinsam ihre Lösungsansätze für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt vorstellen können“, so boot-Director Petros Michelidakis. Einer der Höhepunkte war das Meeressymposium mit Fürst Albert II von Monaco als Keynote-Speaker. Der Fürst ist seit vielen Jahren im Meeresschutz aktiv und setzt sich mit seiner Stiftung für den Umweltschutz und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung ein. Sie ist international aktiv und mobilisiert gleichermaßen Bürger, Politiker, Naturwissenschaftler und dem Naturschutz verbundene Ökonomen, um das gemeinsame Erbe für die Menschheit zu erhalten. Auch die Deutsche Meeresstiftung engagiert sich für die Umsetzung der Forderungen der Global Ocean Foundation und ist dafür schon seit 1992 mit dem Forschungs- und Medienschiff „Aldebaran“ in internationalen Gewässern erfolgreich im Einsatz.

Anlässlich der blue motion night, dem gesellschaftlichen VIP-Ereignis der boot, betonte der Düsseldorfer Messechef, Werner Matthias Dornscheidt: „Für die boot ist das Thema Gewässerschutz ein Muss. Wir wünschen unseren Besuchern Spaß an ihrem Sport und fordern deshalb jeden Menschen, für den das Wasser das Lieblingselement ist, auf, dieses wertvolle Gut zu schützen.“ Die Messe, die Deutsche Meeresstiftung und die Fürst Albert II Stiftung nutzten das Event für die Auslobung des neuen Ocean Tribute Awards, der erstmals auf der boot 2018 in den Kategorien Gesellschaft, Wissenschaft und Indus -
trie für innovative Ideen und Produkte zum Schutz von Gewässern verliehen werden soll. Eingereicht werden können dafür bestehende energieeinsparende Projekte wie zum Beispiel Elektroantriebe für Segelschiffe, die sich über Hydrogeneration selbst wieder aufladen können, aber auch Zukunftsvisionen wie emissionslose Energiegewinnung (Zero Emission) in der Freizeitschifffahrt. Im Bereich Gewässerschutz geht es unter anderem um Themen wie Reduzierung des Lärms im Wasser, Vermeidung von Plastikmüll oder Artenerhaltung.

Bereits in diesem Jahr arrangierten die Deutschen Meeresstiftung und die Messe Düsseldorf zu dieser Thematik den love your ocean-Stand, der die Besucher zum interaktiven Erleben der Forschungsaktionen einlud. Auf 350 Quadratmetern gab es nachhaltige Mitmachinitiativen und ein informatives Programm. Die britische Meeresaktivistin Emily Penn, die als internationale Stimme und Anwältin für die Weltmeere mit Forschungsseglern gegen die Vermüllung der Ozeane kämpft, stellte als Botschafterin der boot Düsseldorf interessante Ansätze für ein Mehr an Gewässerschutz vor. Frank Schweikert, Vorstand der Deutschen Meeresstiftung, nannte als Ziel seiner Initiative, die Wassersportler als Vorreiter und Botschafter für gesunde Meere und Gewässer zu gewinnen und damit auch nachhaltige Ideen in der Wassersportbranche zu unterstützen.

Das Mitmachprogramm lockte indes mit vielen Aktionen: Im „Research Cockpit“ demonstrierten führende Forschungseinrichtungen und Umweltverbände mit speziell entwickelten Analysegeräten, wie sich die fortschreitende Verunreinigung durch Plastik auf unsere Gewässer auswirkt. An drei Forschungsstationen
experimentierten Emily Penn und weitere erfahrene Wissenschaftler gemeinsam mit den Besuchern. Sie konnten sich selbst auf die Suche nach Plastikteilchen im Wasser begeben und Proben aus verschiedensten Gewässern im Labor prüfen. Upcycling, der neue Trend in der Wiederverwertung, stand im Recycle Workshop auf dem Programm. Segelmacher zeigten, wie man aus alten Segelresten kleine Schiffe oder Meerestiere herstellen kann. Sehr kultig präsentierte sich die Bademodenkollektion aus recycelten Plastikflaschen. Und in einem Pottwalschädel machte die Ausstellung Sounds of the Sea der Cousteau Society das Thema Schall im Meer auf vielfältige Art und Weise erlebbar. Kopfhörer und Xounts Lautsprecher im Meeresdesign ließen die Besucher eintauchen in die Welt der Geräusche unter Wasser mit sprechenden Fischen und Korallen, die bei einer Mittelamerika-Expedition des Forschungsschiffes „Aldebaran“ entstanden sind. Und die Initiative Green Building demonstrierte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten nachwachsender Rohstoffe wie zum Beispiel Flachs und Kork im Bootsbau.

boot-Director Petros Michelidakis resümierte: „Der love your ocean-Stand vermittelte das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Erde und den Gewässern.“