Ein Wassersportler im Dienste des Wassersports

Torsten Staffeldt rückt in den Aufsichtsrat der verbandseigenen WVS GmbH


Das Präsidium des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft hat Torsten Staffeldt mit Wirkung vom 1. März 2014 in den Aufsichtsrat der verbandseigenen WVS GmbH berufen. Staffeldt, selbst aktiver Wassersportler, war in der letzten Legislaturperiode Mitglied des Deutschen Bundestages und hatte sich dort unter anderem maßgeblich für die Umsetzung der neuen Führerscheinfreigrenze von 15 PS eingesetzt. Torsten Staffeldt wird den Verband zukünftig vor allem auf politischer Ebene unterstützen.

Die Wassersport-Wirtschaft sprach mit Torsten Staffeldt über sein Engagement im Verband und die Herausforderungen für die Zukunft.

Wassersport-Wirtschaft: Herr Staffeldt, von der großen Politik in die Niederungen der Verbandspolitik. Was hat Sie denn dazu bewogen?
Torsten Staffeldt: Ich bin mit Leib und Seele Wassersportler. Mir liegt die Branche sehr am Herzen. Deshalb habe ich das Angebot des Verbandes gerne angenommen und möchte mithelfen, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.
WW:Welche Herausforderungen sehen Sie?
TS: Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag die Erarbeitung eines Wassertourismuskonzeptes angekündigt. Das ist für die Branche eine entscheidende Weichenstellung. Vom Inhalt des Konzeptes wird es abhängen, ob die Finanzierung der Restwasserstraßen gelingt und diese zukünftig für den Wassertourismus erhalten werden können. Daneben wird es eine Daueraufgabe
sein, die durch den demographischen Wandel bedingten Entwicklungen so zu gestalten, dass Wassersport und die Branche zukunftsfähig bleiben.
WW: Der Bund möchte sich ja zukünftig auf den Erhalt und Ausbau der Bundeswasserstraßen mit Bedeutung für die Berufsschifffahrt konzentrieren ...
TS: Richtig, und das bedeutet, dass für rund 30 Prozent der Binnenbundeswasserstraßen, viele davon mit erheblicher Bedeutung für den Tourismus, erweiterte Formen der Finanzierung gefunden werden müssen. Der Bund kann sich aufgrund der bestehenden Verfassungslage nicht dauerhaft aus der Finanzierung verabschieden – soviel ist sicher. Wir müssen aber neue Wege beschreiten, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen. Ich möchte den BVWW bei der Erarbeitung eines tragfähigen Konzeptes unterstützen und daran mitwirken, es anschließend im Gespräch mit den politischen Entscheidungsträgerumzusetzen.
WW: Sehen Sie eine realistische Chance für ein zukunftsfähiges Konzept?
TS: Wenn ich diese Chance nicht sehen würde, hätte ich die Aufgabe nicht angenommen. Es ist sicher eine schwierige Aufgabe, bei der die Interessen von Bund, Ländern, Kommunen und Nutzern gleichermaßen berücksichtigt werden müssen. Ich schätze den BVWW aus meiner parlamentarischen Arbeit als einen Verband, der kreative und sachorientierte Lösungen konsensfähig erarbeitet. Gemeinsam können wir das schaffen. Im Übrigen finden wir auf ministerieller Seite für unsere Anliegen durchaus Sympathie.
WW:
Herr Staffeldt, herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!