Henning Mittelmann ist erster Präsident des neuen „Verbandes Maritime Wirtschaft Deutschland e.V."
Mit der Wahl eines neuen Präsidiums ist die Verschmelzung der beiden bisherigen wassersportorientierten Wirtschaftsverbände BVWW (Bundesverband Wassersportwirtschaft) und des DBSV (Deutscher Boots- und Schiffbauer-Verband) zum neuen „Verband Maritime Wirtschaft Deutschland“ (VMWD) formal abgeschlossen. Bei der ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung – am Tag der Eintragung ins Vereinsregister, dem 4. September 2025 - wurde Henning Mittelmann (Mittelmann GmbH, Kappeln) zum Präsidenten gewählt.
Schatzmeister ist künftig Karsten Klemme (Yacht- und Charterzentrum, Heiligenhafen), der diese Funktion schon im BVWW innehatte. Sechs Vizepräsidenten sieht die neue Satzung vor. Von 100 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern wurden (in alphabetischer Reihenfolge) Jan Brügge (Jan Brügge Bootsbau GmbH, Grödersby/Schlei), Jörg Bubelach (Wolz Nautic GmbH, Gaukönigshofen), Thomas Dederichs (BTS Europa AG, Mönchengladbach), Sonja Meichle (Ultramarin Meichle & Mohr GmbH, Kressbronn am Bodensee), Thorben Will (CTM GmbH, Schleswig) und Mario Wodrich (Pantaenius GmbH, Hamburg) gewählt. Damit sind die größten Segmente des breit aufgestellten Verbandes im Präsidium vertreten.
Die Mitgliederversammlung in Hamburg war der Startschuss für einen großen und schlagkräftigen Verband der maritimen Wirtschaft in Deutschland, der alle Segmente von Kanu, Tauchen, Werften, Zubehör, Handel, Charter, Marinas, Versicherungen und auch Sachverständige umfasst. Rund 700 Unternehmen, vom Einmannbetrieb bis zu Werften mit über 1.500 Mitarbeitenden, gehören dem VMWD an.
Der neue Präsident Henning Mittelmann, seit einem Jahr schon an der Spitze des bisherigen DBSV, sieht die maritime Freizeitbranche vor großen Herausforderungen: „Digitalisierung, Verbrennerverbot, Berichtspflichten zu Nachhaltigkeit und Lieferketten, Revierbeschränkungen und Strafzölle sind nur einige der Themen, die uns beschäftigen“, so der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, das in mehreren Bereichen der Branche aktiv ist und der die aktuellen Probleme aus dem täglichen Geschäft kennt. „In diesem Umfeld agiert man besser in einer starken Gemeinschaft, denn als Einzelner wird man schnell überhört. Deshalb ist es mir wichtig, die Kräfte zu bündeln und den VMWD aus der Taufe zu heben, damit die maritime Wirtschaft in Deutschland mit einer starken Stimme spricht“, so Mittelmann. Er kennt aus dem eigenen Betrieb, der vom Bootsbau über den Yachthandel, Hafen bis zum Winterlager reicht, viele Zweige der Branche. Dass er ohne Gegenstimme gewählt wurde, zeigt die Geschlossenheit der bisher in zwei Verbänden organisierten Unternehmen. „Das ist ein ganz tolles Ergebnis“, bedankte sich Henning Mittelmann. Er war in den vergangenen beiden Jahren intensiv in die Arbeitsgruppe für die Verschmelzung eingebunden. „Wir haben hart daran gearbeitet - und stehen hinter dem Verband Maritime Wirtschaft Deutschland“, betonte der 50-Jährige.
Geschäftsführer des VMWD ist Karsten Stahlhut, der seit 2020 den BVWW leitete. Er bedankte sich bei Robert Marx für dessen 26-jährige Arbeit an der Spitze des BVWW, davon 22 Jahre als Präsident. Marx ist seit zwei Jahren Präsident des europäischen Dachverbands der maritimen Wirtschaft (EBI). Ein Dankeschön hatte Henning Mittelmann auch für Torsten Conradi parat, seinen langjährigen Vorgänger im Präsidium des DBSV. Ebenfalls mit großem Applaus verabschiedet wurde Claus-Ehlert Meyer, der beinahe drei Jahrzehnte als Geschäftsführer die Geschicke des DBSV prägend leitete und nun in den verdienten Ruhestand geht.
Justiziar des gemeinsamen Verbands ist der Rechtsanwalt Stefan Meyer, dessen Bochumer Kanzlei auf rechtliche Fragen im Wassersportgeschäft spezialisiert ist. Dessen Ratschlag ist ein Inklusiv-Service des Verbands.
Über den VMWD:
Der Verband Maritime Wirtschaft Deutschland (VMWD) versteht sich als Interessenvertretung aller Unternehmen, die in der Wassersportwirtschaft gewerblich tätig sind. Der Verband hält ständig Kontakt mit der Politik, insbesondere Parlamentariern in wichtigen Ausschüssen, und wird in allen wichtigen Fragen, die den Wassersport berühren, an der Beratung und Entscheidungsfindung beteiligt. So können die Mitglieder rechtzeitig über politische Entwicklungen informiert werden. Wesentliches Ziel ist es, den Wassersport für alle Menschen zugänglich zu machen. Er sieht sich als Impulsgeber, Lobbyverband und Branchenvertretung. Der VMWD setzt sich für die Stärkung des maritimen Handwerks ein und fördert die Ausbildung junger Menschen. Er erschließt ausländische Märkte und organisiert Messestände in aller Welt.
Aber auch die Wissensvermittlung für Mitgliedsunternehmen - von neuen Vorschriften bis zu KI - steht auf der Fahne des VMWD. Geschäftsführer (Karsten Stahlhut) und ein Teil der hauptamtlichen Crew sitzen in Köln. Weitere Mitarbeitende bleiben am Standort der bisherigen DBSV-Geschäftsstelle in Hamburg.


